
Immanuel-Kant-Gymnasium
Europaschule
Am Pavillon 15, 21077 Hamburg-Harburg
Tel. 040 - 7610410, Fax 040 - 76104144
www.immanuel-kant-gymnasium.de
Deutsch
Deutschunterricht auf neuen Wegen
Nicht nur Goethe und Grammatik
Das Immanuel-Kant-Gymnasium hat bei den jährlichen Leistungsvergleichen der Hamburger Schulen im Fach Deutsch in den letzten Jahren hervorragend abgeschnitten. Die Schüler und Schülerinnen haben also die traditionellen Anforderungen wie Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik mit Bravour gemeistert (mit Ausnahmen, wenn wir ehrlich sind). Viele zeichneten sich außerdem durch sensible Literaturinterpretationen und tiefgründige Erörterungen zu den von der Bildungsbehörde vorgelegten, anspruchsvollen Problemstellungen aus. Dennoch ruht sich die Fachkonferenz Deutsch auf diesen Lorbeeren nicht aus, sondern tritt immer wieder mit neuen Ideen in den Vordergrund.
Was sind die neuen Ideen?
Ein erklärtes Ziel des individualisierten Lernens ist es, jeden Schüler dort abzuholen, wo er sich befindet. Daher sollen die Schüler und Schülerinnen der 5. und 7. Klassen im Rahmen von „Lernzeiten“ in ihrem individuellen Arbeitsprozess unterstützt werden mittels
- Diagnosetests als Grundlage für individuelle Fördermaßnahmen
- Aufgaben mit unterschiedlicher Komplexität
- Freier Wahl von Lerngegenständen in der Wochenplanarbeit oder „Stationen lernen“
- Der Erarbeitung einzelner Themenschwerpunkte auf unterschiedlichen Niveaustufen
Ein weiterer zentraler Gedanke ist der der Projekt- und Produktorientierung. Die Schüler und Schülerinnen sollen also nicht bloß für den Unterricht oder gar nur für Zensuren arbeiten und lernen. Im Gegenteil: Das, was sie außerhalb des Unterrichts erfahren, was sie in selbst gewählten Büchern lesen oder in alltäglichen und außergewöhnlichen Erlebnissen selbst erfahren, soll Gegenstand des Unterrichts sein und zusätzlich einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Einige Beispiele aus den letzten Jahren sind:
- Das Projekt Reporter auf Sylt. Beobachtungsstufenschüler, die ihre traditionelle Klassenreise nach Puan Klent unternehmen, erkunden die nordfriesische Insel und berichten über ihre Eindrücke in den „Sylter Nachrichten“.
- Das professionelle Training für die Vorleseaktion „Schoolkinner leest Platt“, das vom Verein „Plattdüütsch leevt“ initiiert wurde, wird auch gerne von Schülern und Schülerinnen angenommen, deren Elternhäuser mit dem Plattdeutschen nicht vertraut sind.
- Dichter in der Schule. Zum Beispiel war die sehr bekannte Schriftstellerin Brigitte Blobel bei uns zu Gast und beantwortete Fragen zu ihrem in der 8.Klasse gelesenen Bestseller „Meine schöne Schwester“.
- An dem Projekt Schüler machen Zeitung nehmen regelmäßig Arbeitsgruppen des IKG teil. Ihre Beiträge, vor allem zu jugendspezifischen Fragen (von der LAN-Party bis zu Dresscodes), sind häufig im „Hamburger Abendblatt“ veröffentlicht. Andere Klassen nehmen am Projekt „Zeitung in der Schule“ teil und schreiben Artikel für die „Harburger Anzeigen und Nachrichten“.
- Praxis im journalistischen Schreiben erhalten die Schüler und Schülerinnen ebenso durch die Aktion „Jugend schreibt“ der FAZ. So wurde der Schüler Max König dafür 2010 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Trotz aller Erfolge: Mängel und Schwachpunkte werden nicht ignoriert. So steht als nächster Arbeitsschwerpunkt die Entwicklung fachspezifischer Förderkonzepte auf dem Programm. Zur ihrer Implementierung und Evaluation soll in naher Zukunft eine Stelle für Sprachkoordination geschaffen werden. Interessierte Bewerber können sich schon jetzt bei der Fachvertreterin, Frau Marion Ulrich, melden.
Einen Bericht über die Aktion „Jugend schreibt“ der FAZ finden Sie hier.
Preisverleihung für Maximilian König in der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung











